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Foto: © Verena Wrobel
Projekte · Feuchtlebensräume

Frisch vernässt NÖ

Wasserrückhalt und Biodiversität auf ausgewählten Wald-, Wiesen- und Moorstandorten in Niederösterreich stärken und fördern.

Naturnahe Lebensräume und Feuchtlebensräume sind rar gewordene Schätze unserer anthropogen geprägten Landschaft. Die ausgewählten Flächen im Projektgebiet sind als naturnahe Reste, eingebettet in Forst- und Agrargebiete, anzusehen. Quellgebiete, Feuchtwiesen, feuchte Wälder, Bruchwälder und Hochstaudenfluren sowie Moore sind ineinander verzahnt. Trotz Eingriffen wie Drainagierungen, Pflugaufforstungen, Monokulturen und der Intensivierung der Forst- und Landwirtschaft wie auch Quellfassungen in der unmittelbaren Umgebung konnten hier wertvolle Flächen teilweise naturnah, teilweise massiv beeinträchtigt und anthropogen überprägt bestehen. Sie bedürfen unterschiedlicher Maßnahmen zu ihrer Wiederherstellung und langfristigen Sicherung, die wir im Rahmen des Projektes ausarbeiten und begleiten.

Neben den bedeutsamen Funktionen von Quellgebieten, Mooren und Feuchtstandorten für den Wasserhaushalt, den Wasserrückhalt und das Lokalklima ist auch die Vielfalt der unterschiedlichen Feuchtlebensräume der Projektflächen außerordentlich wertvoll für die Arten- und Strukturvielfalt und die Lebensraumvernetzung.

Wir freuen uns, dass wir mit unserer Expertise zur Sanierung und dem Erhalt dieser vielfältigen und besonderen Feuchtlebensräume einen wichtigen Beitrag leisten können.

Feuchter, naturnaher Laubwald im Projektgebiet
Foto: © Verena Wrobel
Im Vergleich

Vom Fichtenforst zum Feuchtlebensraum

Der Schieberegler zeigt den Unterschied zwischen einer entwässerten Pflugaufforstung und naturnaher Vegetation, wie sie das Ziel von Wiederherstellungsmaßnahmen ist — ziehen Sie den Regler, um zu vergleichen.

Pflugaufforstung mit Fichte und Entwässerungsgräben
Feuchter Schwarz-Erlen-Wald mit Quellfluren
VorherNachher
Vorher: Pflugaufforstung mit Fichte (Picea abies) und EntwässerungsgräbenNachher: Naturnahe Vegetation — feuchter Schwarz-Erlen-Wald mit Quellfluren

Fotos: © Verena Wrobel

Aus dem Projektgebiet

Was hier zu schützen ist

Quellbäche, Torfmoospolster, nasse Wiesen und die Arten, die nur dort vorkommen — aufgenommen bei der Begehung im Waldviertel.

Dunkler Quellbach zwischen Erlen und Seggen im Waldviertel
Naturnaher Quellbach im Erlenbestand — huminstoffgefärbtes Wasser.
Blühendes Knabenkraut auf einer Feuchtwiese
Orchideen der Feuchtwiesen zeigen an, dass der Wasserhaushalt noch stimmt.
Dichtes gelbgrünes Torfmoospolster zwischen Seggen
Torfmoospolster — der Beginn neuer Torfbildung.
Offene Feuchtwiese mit Wolkenhimmel im Projektgebiet
Offene Feuchtwiese — selten geworden und auf Pflege angewiesen.

Begehung Juni 2025. Foto: © Kuratorium Wald

„Frisch vernässt NÖ“ ist eine Auftragsarbeit des Kuratorium Wald im Rahmen des LE-Projekts „ARGE Feuchtlebensräume — Frisch vernässt & voll funktionsfähig" (Flächen Niederösterreich/Waldviertel).

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